Kommt eine Frau in die Wechseljahre, die im Fachjargon als Klimakterium bezeichnet werden, beginnt eine Phase der hormonellen Umstellung. Es handelt sich dabei um einen jahrelangen Prozess, der in mehreren Stufen verläuft und nach der sogenannten postmenopausalen Phase endet. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, wird im Laufe der Wechseljahre oder des Klimakteriums immer geringer, bis es zur Menopause kommt, dem Ende der Fruchtbarkeit. Bei dieser handelt es sich um den Zeitpunkt der letzten spontan auftretenden Regelblutung.

Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre inklusive Menopause verlaufen in folgenden Phasen:

  • Prämenopause, die den Beginn der Wechseljahre bzw. des Klimakteriums darstellt
  • Perimenopause, die zwei bis drei Jahre vor der Menopause einsetzt und bis zu einem Jahr danach andauert
  • Postmenopause, die etwa ein Jahr nach der letzten Regelblutung einsetzt und dann endet, wenn das hormonelle Gleichgewicht wiederhergestellt ist

Jede Phase ist durch unterschiedlichste Veränderungen und „Symptome“ gekennzeichnet, von denen die meisten nach Abschluss der Wechseljahre wieder verschwinden.

Prämenopause

Die Prämenopause kann bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnen und zeichnet sich durch einen Rückgang des Progesteronspiegels (Gelbkörper- oder Schwangerschaftshormon, das für den weiblichen Zyklus von großer Relevanz ist) aus, was mit Zyklusstörungen einhergeht. Im Rahmen der Wechseljahre sinkt außerdem der Östrogenspiegel.

Weitere Nebenwirkungen der Prämenopause können sein:

  • Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust
  • Wassereinlagerungen
  • Venenschmerzen
  • Gewichtsprobleme
  • Schlafstörungen
  • Niedergeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Elastizitätsverlust der Haut

Perimenopause

Die Perimenopause zeichnet sich meist aus durch:

  • Hitzewallungen
  • Konzentrationsmangel
  • Nachtschweiß
  • Schlafprobleme
  • trockene Schleimhäute und Augen sowie Scheidentrockenheit, die dem Sinken des Östrogenspiegels geschuldet ist
  • Blasenschwäche
  • Unlust
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • erhöhten Cholesterinspiegel und Blutdruck

Postmenopause

Sie endet mit Beginn der Menopause, auf die etwa ein Jahr später die Postmenopause folgt. Diese ist gekennzeichnet durch:

  • Haarverlust
  • in manchen Fällen verstärkte Gesichtsbehaarung
  • Brüchigkeit der Knochen
  • Trockenheit der Schleimhäute

Hormonelle Umstellung in den Wechseljahren

Da auch Frauen das männliche Sexualhormon Testosteron erzeugen und die Produktion des weiblichen Sexualhormons Östrogen sinkt, kann es zu Vermännlichungserscheinungen wie Damenbart oder Haarausfall kommen. Östrogen und Progesteron sind für den weiblichen Zyklus unabdingbar, weshalb sich das Sinken der Hormonproduktion zwangsläufig auf diesen auswirkt, bis es zum Stillstand kommt und die Fruchtbarkeit endet.

Verhütung in der Menopause

Dennoch sollte man auch während der Wechseljahre verhüten, da erst der Ablauf eines Jahres nach der Menopause (also nach der letzten Regelblutung) als endgültiger Zeitpunkt dafür gilt, dass eine Schwangerschaft noch möglich ist. Unregelmäßige Zyklen während der Prä- und Perimenopause sind kein Garant dafür, dass es nicht zu einer Befruchtung kommen kann bzw. machen diese Phasen „natürliches Verhüten“ schwerer. Empfehlenswert sind die Spirale, das Diaphragma, Kondome oder die Minipille. Man sollte diesbezüglich eine Beratung beim Gynäkologen in Erwägung ziehen.