Körperliche Veränderungen

Für die meisten Frauen sind regelmäßige Besuche beim Gynäkologen völlig normal. Mindestens einmal pro Jahr werden sie beim Frauenarzt vorstellig, um sich untersuchen zu lassen. In den Wechseljahren sind diese Termine sowohl vor als auch nach der Menopause (= Zeitpunkt der letzten spontan auftretenden Regelblutung) unabdingbar. Der Körper jeder Frau muss während der Wechseljahre enorme hormonelle Umstellungen verkraften, die sich auf das Herz-Kreislauf-System, die Knochendichte, die Psyche usw. auswirken können. Da sich während der Wechseljahre der Hormonstatus extrem verändert, steigt das Herzinfarktrisiko bzw. jenes für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit dem Fortschreiten derselben und dem kontinuierlichen Sinken des Östrogenspiegels erheblich an. Früher eher Männern zugeschrieben, sind auch Frauen – vor allem während und jenseits der Wechseljahre – anfällig für Herzinfarkt, Schlaganfall und koronare Herzkrankheit, die zur Verengung der Herzarterien durch Ablagerungen führt. Rauchen, Diabetes und Übergewicht fördern dieses Risiko. Deshalb ist eine regelmäßige ärztliche Überwachung nicht nur von Vorteil, sondern auch empfehlenswert.

Regelmäßige Untersuchungen

Zu den empfohlenen Untersuchungen während der Wechseljahre gehören:

  • gynäkologische Inspektion bzw. die Spiegel- und Tastuntersuchung inkl. Krebsabstrich, um organische Veränderungen zu erkennen und zu dokumentieren
  • vaginaler Ultraschall zur Inspektion der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Eileiter, um eventuelle Zysten und Tumoren zu lokalisieren und die Gebärmutterschleimhaut zu inspizieren
  • Tastuntersuchung der weiblichen Brust zur Brustkrebsvorsorge
  • Mammografie der Brüste zur Brustkrebsvorsorge
  • bei Bedarf Hormonstatus, Knochendichtemessung, Blutdruckmessung, großes Blutbild (Cholesterinwerte, Blutzucker, Ferritinwert zur Bestimmung des Eisenstatus etc.), Vorsorgeuntersuchungen (Herz, Darm etc.)

Um das Risiko durch schwere bzw. lebensbedrohliche Erkrankungen zu minimieren, empfiehlt sich neben regelmäßigen Arztbesuchen auch regelmäßige sportliche Betätigung. Diese hilft zum einen, Übergewicht zu vermeiden oder zu reduzieren, und wirkt sich zum anderen deutlich positiv auf bestimmte Beschwerden  während der Wechseljahre aus. Frauen, die körperlich fit sind und Normalgewicht haben, sollten ebenfalls regelmäßig ihren Frauenarzt aufsuchen. So können rechtzeitig eventuelle medizinisch relevante Veränderungen festgestellt und ihnen entsprechend entgegengewirkt werden. Diese müssen nicht zwangsläufig mit den Wechseljahren zu tun haben – die in den empfohlenen Untersuchungen enthaltene Brustkrebsvorsorge wird zum Beispiel mit zunehmendem Alter (lebens-)wichtig und sollte auch abseits des Themas Wechseljahre eine Rolle spielen.